Freitag, September 15, 2006

Popcorn anyone?

Zurück aus dem Kino.
Das Parfum geguckt.
Hm.

Vor einer Weile bereits habe ich das Buch von Patrick Süskind gelesen. Schon da stellte ich fest, dass dieses Buch, wie so viele "bedeutende Werke", ein mit Metaphern überladenes Machwerk ist im ähnlichen Stil wie Thomas Mann. Trotzdem habe ich die knapp 320 Seiten hinter mich gebracht.
In meinem Kopf formte sich ein Abbild des Jean-Baptiste Grenouille, wie er verkrüppelt und emotional geschädigt (man könnte es auch autistisch nennen) durch die französischen Lande zieht. Zu meinem Erstaunen war diese Figur im Film nahe dran an meinen eigenen Bildern, in vielerlei Hinsicht sogar sehr deckend. Auch Meister Baldini, durch Dustin Hoffmann verkörpert, zeigte ein fast perfektes Ebenbild auf. Mit der Ausnahme, dass Dustin Hoffmann deutlich mehr Esprit und Witz an den Tag legte, als es seine Romanvorlage tut. Für mich ein Lichtblick im Film. Alan Rickmans schauspielerische (sehr gute) Leistung löste bei mir eine Kettenreaktion aus: meine Gedanken schweiften ab und ich suchte nach Harry Potter, was den Film allerdings wohl auch nicht besser gemacht hätte.
Insgesamt muss ich sagen, ist die verfilmte Version sehr nett anzuschauen. Sie liegt recht nah am gedruckten Original und verfehlt durch schöne Bilder und eine hervorstechende musikalische Untermalung selten ihr Ziel.

Und doch versteh ich den Hype um das Ganze immer noch nicht so richtig.
Irgendwie hab ich's nicht so mit den Klassikern...

Nachtrag: Hochsteckfrisuren verleiten dahinter sitzende Kinobesucher zum Drang, die ollen &%$?&§% Haarnadeln und/oder Klammern ruckartig samt restlichem oder anhängendem Kopfputz vom Schopf rupfen zu wollen! *grml*

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